Zweiter Umbau wird nötig 2008 bis 2009

Bei diesem Umbau konnte ich wieder auf die Hilfe von Nicola Gualtieri zählen, der mir den Plan für den Aufenthaltsraum und den heutigen 2BWe Raum zeichnete. Herr Brändli als Schreiner und der Herr Ilg als Zimmermann halfen mir mit der Statik und Konstruktion für einen Aufbau über der Herrengarderobe. Grosse Fenster sollten dem Raum etwas Helligkeit verschaffen. Durch einen glücklichen Zufall erhielt ich von der Firma Herzog Fensterbau gratis Sicherheitsgläser, die aufgrund einer Fehlbestellung übrig waren. Diese Fenster gaben die Masse für den Aufenthaltsraum vor. Wir bauten ihn wie geplant hell, sowie einen gemütlichen Rückzugsort für die Videoanalysen.

Seit gut zwei Jahren war ich bereits auch als Qualitop Instruktor und -Auditor tätig. In dieser Funktion besuchte ich während einiger Jahre verschiedene Karateschulen, kontrollierte die Dojos und überprüfte die Trainings diverser Trainer auf deren gesundheitlichen Aspekt hin. Oftmals waren die Dojoleiter nervös wenn ich als Auditor vorbeikam, doch ich konnte sie beruhigen und sie ihre Lektionen korrekt durchführen.

Durch diese Besuche fiel mir auf, wie gross, hell und geräumig mein Dojo doch ist und dass ich zusammen mit meinen motivierten Trainer und Trainerinnen meinen Mitgliedern viel bieten kann. Darauf war und bin ich immer noch sehr stolz. Natürlich kann man sich immer weiter verbessern und ich habe auch ein offenes Ohr für Anregungen, aber man soll auch nicht vergessen was man hat und was man alles kann.

Ein einschneidendes Ereignis fand im Jahr 2008 statt. Über das traditionelle Karate auf der einen Seite und das wettkampfgeprägte Sportkarate auf der anderen Seite gingen die Meinungen von Roberto Danubio und Daniel Humbel auseinander. Die Swiss Wadokai Karatedo Organization suchte nach einer Möglichkeit, dass beide führenden Senseis im Verband bleiben konnten, ohne einander technisch in die Quere zu kommen. Roberto Danubio entschied sich für die Gründung der SWKR (Swiss Wado Kai Karate Renmai) mit dem Ziel Wado Kai Karate mit ihrer ganzen Tradition und in allen Facetten zu pflegen. Als Schüler von Roberto Danubio folgte ich meinem langjährigen Karatelehrer und wurde mit dem Karatecenter Mitglied der SWKR. Für mich persönlich war zu dieser Zeit nicht nachvollziehbar, warum man sich wegen unterschiedlicher Ansichten in Karate oder Verbandsführung trennen sollte. Ich denke auch heute noch, dass das mit Respekt und Toleranz nicht nötig gewesen wäre.

Doch für mich als Dojo gab es kaum Änderungen, da wir immer noch weiterhin an Turnieren teilnahmen und an den Wado Kai Europacups starteten.

Weitere erfreuliche Erfolge konnten wir in diesem Jahr mit Jhonatan Caporusso verzeichnen, der als erster Schweizer in seiner Kategorie U16 -55kg das European Young Star Randori in Alfeld gewann. Und mit Rapahael Iseli hatte ich meinen ersten J+S Leiter.

Im Jahr 2009 zählt das Karatecenter 185 Mitglieder aus 14 verschiedenen Ländern, davon 118 Männer und 67 Frauen. Bei den Trainings werde ich von 12 Assistenztrainer unterstützt.

Das Karatecenter etabliert sich 2006 - 2007

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