Die Entwicklung in den Jahren 2004 – 2005

Das Karatecenter wuchs stetig. Im Jahr 2004 wurde bereits die 100 - Mitgliedermarke überschritten und neu kamen die Montags- und Mittwochstraining hinzu. Mit dem ersten Sportschüler in der NET und den damit verbundenen neuen Aufgaben und Herausforderungen an mich musste ich teilweise dessen Trainingseinheiten in der Mittagspause abhalten. Da wir zu dieser Zeit beide in Weinfelden tätig waren, fanden diese Trainings im Fitnesscenter in Weinfelden statt.

Die vielen harten Trainings eines Sportschülers, zahlten sich für Raphael Iseli im November aus, als er als erster SWKO Junior und Thurgauer Junior an den Junioren WM 2005 in Zypern teilnehmen konnte. Für mich und Raphael bleibt es ein eindrückliches und unvergessliches Erlebnis. 
Im gleichen Jahr wurden Raphael und Fabio in die Junioren/Elie Nationalmannschaft aufgenommen.

Das bewog mich dazu meine Stelle als Schreiner zu kündigen und mich voll und ganz der Arbeit als Dojoleiter und der Förderung des Jugendsports zu widmen. So hatte ich mehr Freiraum, welchen ich natürlich sofort nutzte um neue Projekte zu starten.

Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports hatte Swiss Talent ins Leben gerufen und der SKF (damals noch SKV) schloss sich diesem an. Ich wurde zum Stützpunkttrainer Ostschweiz gewählt, was bedeutete, dass die besten Kinder aus der Ostschweiz einmal in der Woche ein Kampftraining bei mir absolvierten, mit dem Ziel, sie in die Junioren und Elitemannschaft zu führen, um an Europa- und Weltmeisterschaften um Medaillen kämpfen zu können.

Knapp ein Jahr später, 2005 initiierte ich zusammen mit Peter Glarner und Rolf Zurfluh die Gründung des Thurgauer Karateverbandes. 11 Dojos mit zusammen über 1000 Mitgliedern schlossen sich hier zusammen, um im Kanton Thurgau die Kampfkunst Karate zu pflegen und weiterzutragen.

Aufgrund verschiedenster Anfragen von Eltern, ob ich auch für jüngere Kinder Karatelektionen anbieten würde entstand die Bonsai Gruppe für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren. Eine nicht ganz so einfache Aufgabe, wie ich sehr schnell bemerkte. Ich musste lernen, dass sich die Kinder in diesem Alter keine 50 Minuten lang ausschliesslich mit Karate beschäftigen können. Auch die Fachbegriffe musste ich verständliche umformulieren oder spielerisch einsetzen. Zwischendurch gab es immer mal wieder einen Gurt zu binden oder einen Ärmel hochzukrempeln. Das ist bis heute so geblieben. Das Training mit den Jüngsten empfand ich aber als spannende Herausforderung und es freut mich noch heute wie sich die Kinder in ihrem Körpergefühl, der koordinativen Fertigkeiten entfalten und nebenher den Umgang miteinander und Regeln akzeptieren lernen. Auch die Feedbacks der Eltern über die positiven Entwicklungen ihrer Kinder auch ausserhalb des Karatetrainings sind für mich sehr motivierend und bestätigen mich in meiner Arbeit.

Der eigentliche Sinn des Bonsaitrainings aber war nicht unbedingt, dass die Kleinen später ins Kinderkarate wechseln, sondern vielmehr waren diese Trainings polysportiv geprägt und dienten in erster Linie dazu den Kindern die Freude am Sport im allgemein zu wecken. Sie trugen auch keine Gis, sondern bewegten sich in ihren Sportkleidern.
Ein Bonsai der ersten Stunde ist bis heute Mitglied des Karatecenters: Jason Witzig. Er begann am 1.November 2005 durchlief alle Stadien eines Karatekas und ist heute ein erfolgreicher Kata Kämpfer und Dan Träger.

In diesem erfolgreichen Jahr 2005 schaffte das Karatecenter Reto Kern in der Swiss Karate League Jahresmeisterschaftswertung den Sprung auf den 10. Platz.

Manchmal denke ich, schön, dass ich nicht immer überlegt habe, ob es auch gut klappt, sondern dass ich es einfach gemacht habe. Der Bauch sagte, mach es und dann machte ich. Hatte ich eine Idee setzte ich sie einfach in die Tat um. Heute überlege ich viel. Dabei sollte ich einfach weiterhin tun, was der Bauch sagt. Aber vermutlich ist das auch eine Alterserscheinung.

Erste Meilensteine 2003 - 2003 Das Karatecenter etabliert sich 2006 - 2007

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