Die Eröffnungsfeier am 15. Mai 1999

Um mich einer breiten Bevölkerung in Kreuzlingen und Umgebung vorzustellen, plante ich für die Eröffnung einen Tag der Offenen Tür mit Karatevorführungen, um das neue Dojo gebührlich einzuweihen. Da ich noch keine eigenen Mitglieder hatte, mit welchen ich eine Darbietung einstudieren konnte, fragte ich meinen Karatelehrer Roberto Danubio, ob er bereit wäre mit seinen Schülern der Ren Shin Kan Karateschule aus Weinfelden eine kleine Vorführung zu zeigen. Mit seiner Zusage und auch mit der meines ehemaligen Nationaltrainers Dominique Sigillò inklusive der Nationalmannschaft würde es ein eindrückliches Fest werden.

Meine Frau Mette half mir beim Schreiben der persönlichen Einladungen und um möglichst viele Besucher anzulocken, liess ich einen Flyer gestalten. Zusammen mit meiner ganzen Familie verteilten wir diese druckfrisch in Kreuzlingen und Umgebung, in den Läden und Briefkästen. Um auch weiter entfernt wohnende Interessierte zu erreichen, erschien sogar ein Werbeslogan im Radio Top.

Ich traute meinen Augen kaum, als am 15. Mai 1999 mehr als 300 Besucher das Dojo betraten und sich interessiert die neuen Räume anschauten. Auch die Vorführungen und Showkämpfe von Dominique Sigillò mit der Nationalmannschaft fanden begeisterten Anklang. Grosses Staunen konnte man in vielen Augen entdecken, als Roberto Danubio mit seinen Schülern zeigte, was Karate alles beinhaltet und was man daraus machen kann.

Die ersten Trainingsstunden

Am folgenden Dienstagnachmittag fanden sich etwa 10 bis 15 Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren im Dojo ein, begeistert von der Eröffnungsfeier. Mit dabei war auch Raphael Iseli, als einziger Blau-Gurt. Von der ersten Stunde an bis heute ist er ein treues Mitglied. Alle anderen Kinder schnupperten zum ersten Mal Karateluft.

Am Abend zum Erwachsenentraining kamen mehrheitlich Kollegen aus dem Karatesport. Aus den unterschiedlichsten Himmelsrichtungen reisten sie an, um mit und bei mir zu trainieren. Diese Trainings waren stark wettkampforientiert. Parallel dazu liefen die ersten Einführungskurse für Kinder und Erwachsene an. Die Unterrichtsstunden fanden damals nur dienstags und donnerstags statt, denn nebenher arbeitete ich noch weiterhin mit einem 40%- Pensum als Schreiner.

Wado Weltcup 1999

Persönlich hatte ich 1999 noch ein grosses Ziel vor Augen: den Wado Weltcup in Tokyo. Mit einem grossartigen 3. Platz verabschiedete ich mich endgültig von der internationalen Wettkampfbühne.

Nun begann meine Zeit als Dojoleiter und Coach.

Der Umbau Die ersten Jahre 1999 - 2001

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